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© Catherine McKenzie

2013 war für Catherine McKenzie ein besonderes Jahr – ein Jahr wie ein Magnet mit persönlicher und beruflicher Anziehungskraft. Ihr Umzug an das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) wurde zwar durch ihre persönliche Verbindung zur Region veranlasst, der entscheidende Antrieb war jedoch die „dynamische und kreative wissenschaftliche Umgebung“ am Institut. Catherine wagte einen Sprung ins Ungewisse – gestützt auf die Empfehlungen ihrer vertrauten Mentor:innen und die Ankunft der angesehenen Neurowissenschafter Jozsef Csicsvari und Peter Jonas am Campus.

„Ich bereue nichts“, erinnert sich Catherine, die 2018 am ISTA promovierte, an diese Zeit.

Schließlich schloss sich Catherine der Janovjak Gruppe an. Dort fühlte sie sich jedoch nie durch starre Abteilungsstrukturen eingeschränkt, wie sie an anderen Institutionen üblich sind, sondern arbeitete häufig mit Wissenschafter:innen aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen. Der Kaffeebereich war ein regelmäßiger Treffpunkt hitziger Diskussionen, und Catherine erinnert sich an eine Begegnung mit einem Professor, der synaptische Gewichte modellieren wollte. Catherine argumentierte, dass die enorme Plastizität der Grundeinheit eines Neurons es unmöglich mache, alle notwendigen Variablen zu berücksichtigen. Anstatt abgewiesen zu werden, traf sie auf intensives Engagement. „Es war so cool, dass dieser Professor, der nicht einmal mein Betreuer war, sich voll und ganz mit mir auseinandersetzte“, reflektiert sie.

Während ihrer Zeit am ISTA perfektionierte Catherine die Kunst, synaptische Proteine mithilfe von Chemo- und Optogenetik zu manipulieren. Diese Expertise trug sie durch ihre Postdoc-Zeit am Interdisciplinary Institute for Neuroscience in Frankreich und schließlich in ihre heutige Rolle als Discovery Scientist bei Roche in der Schweiz. Heute arbeitet sie an vorderster Front der Präzisionsmedizin. Sie entwickelt Behandlungen für Erkrankungen, für die es bislang keine medizinische Lösung gibt, identifiziert fehlerhafte Gene und ersetzt sie durch gesunde Gegenstücke. Derzeit wendet sie diese und andere Methoden auf neuromuskuläre Erkrankungen an, um die Gesundheit von Patient:innen wiederherzustellen.

Treue Wegbegleiter in ihrem Leben sind übrigens Puzzles. Sie bringen Catherine Ruhe – zumindest dachte sie das. „Ich habe den großen Fehler gemacht, mir ein New Yorker-Puzzle zu kaufen, weil Hunde darauf waren. Es ist schlicht unvernünftig zu glauben, dass irgendjemand ein passendes Teil finden könnte.“ Während das frustrierende Puzzle weiterhin auf sie wartet, darf man vermuten, dass Catherine auch ihr Freizeitvergnügen mit derselben Energie angeht, die sie durch ihre akademische und berufliche Laufbahn begleitet hat. „Letztlich ging es immer darum, das zu finden, was mein Gehirn am meisten stimulierte – und das habe ich immer wieder gewählt. Wenn du dem folgst, was dich innerlich elektrisiert, wirst du weit kommen.“

* Die Janovjak Gruppe ist nicht mehr Teil des ISTA.



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