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21. November 2023

Eine (Forschungs-)Flamme entfachen

Strebst du deinen PhD an? Komm ans ISTA

Nach dem Bachelor Abschluss gleich weiter in eine PhD Laufbahn? Verschiedene Forschungsgruppen im ersten Jahr am Campus erkunden? Die Graduate School des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) ermöglicht all das und bietet eine fächerübergreifende Ausbildung, um die Forscher:innen von morgen auszubilden. Wir trafen die beiden PhD Studierenden Roksolana Kobylinska und Lukas Lindorfer, plauderten über ihre Erfahrungen und wie die Rotationsphase im ersten Jahr dabei hilft, das ideale Forschungsthema zu finden.

Lukas Lindorfer. Der PhD Student ist im dritten Jahr am ISTA und untersucht, wie Ameisen Epidemien in ihren Nestern bekämpfen.  © ISTA

Hallo Roksolana und Lukas, schön, euch kennenzulernen. Ihr seid beide PhD Studierende am ISTA, aber an unterschiedlichen Punkten eurer wissenschaftlichen Karriere. Was hat euch ans ISTA gebracht?

Lukas Lindorfer: Man mag es kaum glauben, aber meine Reise begann als Kindergartenpädagoge, wo ich mit den neugierigsten Menschen – Kindern – arbeiten durfte. Mit 22 Jahren hat mich dann jedoch meine eigene Wissbegier dazu gebracht, Biologie zu studieren und mein Bachelorstudium zu starten. Vom Institut erfuhr ich, da ein Elternteil eines Kindes aus meiner Gruppe zufällig hier am ISTA als Postdoc tätig war – meine Arbeit im Kindergarten brachte mich gewissermaßen genau an den Ort, an dem ich nun forsche.

Roksolana Kobylinska: Letzten Oktober, nach meinem Bachelorstudium an der Universität Wien, hatte ich, ehrlich gesagt, keinen konkreten Plan, wie es weitergehen sollte. Aber wie man so schön sagt: Inspiration kommt oft in den unerwartetsten Momenten. Bei mir war das im Februar als ich einen Freund, der am ISTA seinen PhD macht, besuchte. Da ich direkt nach meinem Bachelor-Abschluss in einen PhD einsteigen konnte, schien das ISTA der perfekte Ort für mich zu sein.

Lukas, du bist nun schon im dritten Jahr deiner PhD-Laufbahn und untersuchst im Labor von Sylvia Cremer die soziale Immunität bei Ameisen. Worum geht es denn konkret bei deiner Forschung?

LL: Ameisen verfügen über bemerkenswerte Methoden, wie sie Epidemien in ihren Nestern bekämpfen:   Sie pflegen einander, ändern ihre Interaktionen und opfern sich sogar selbst. Momentan untersuche ich ihren Nestdesinfektionsprozess. Ameisen besprühen ihre Nester mit einem säurehaltigen Gift, von dem wir vermuten, dass es ähnlich wie ein Desinfektionsmittel wirkt. Durch das Einbringen von Verunreinigungen können wir testen, ob dieses Sprühen tatsächlich die Kontamination neutralisiert.

Sehr spannend. Wie hast du dich entschieden, in welchem Forschungsbereich du promovieren willst? Warst du schon immer von Ameisen fasziniert?

LL: Meine PhD Forschungsarbeit weicht stark von den Themen meines Bachelorstudiums ab. Die Leidenschaft für Evolutionsbiologie und soziale Immunität entfachte erst in der Rotationsphase des PhD-Programms. In dieser Zeit kann man verschiedene Bereiche erforschen, um den passenden zu finden. Ganz ehrlich, ich hätte diese Themen wohl nie ausprobiert, wenn ich nicht die Möglichkeit hier am ISTA gehabt hätte!

Roksolana Kobylinska. Die PhD Studentin ist gerade in der Rotationsphase, die ihr Einblicke in verschiedene Forschungsgebiete gibt. © ISTA

Apropos Rotationsphase. Roksolana, du befindest dich ja gerade mitten drin. Welche Erfahrungen hast du bisher gemacht?

RK: Das ist ein weiterer Grund, warum ich mich für das ISTA entschieden habe. Als Molekularbiologin mit einer Leidenschaft für Entwicklungsbiologie und Zellhomöostase schnuppere ich gerade in verschiedene Gruppen, die sich mit meinen Interessen decken. So habe ich die Möglichkeit, herauszufinden, welches Labor das richtige für mich ist. Besonders spannend ist aber, dass man sogar das Fachgebiet wechseln kann und sich einer Gruppe anschließen kann, die sich auf ein anderes Forschungsgebiet konzentriert.

Da es bei dir ja noch nicht so lange her ist, wie verlief dein Bewerbungsverfahren?

RK: Mein Bewerbungsverfahren war sehr unkompliziert und zügig. Bei den Vorstellungsgesprächen hatte ich das Gefühl, dass die Professor:innen wirklich daran interessiert waren, meine Leidenschaft für die Forschung zu verstehen und mich näher kennenzulernen. Natürlich ist die Zeit, in der man auf den Zulassungsbescheid wartet, sehr aufregend. Man sollte sich gut beschäftigen und nicht jeden Tag seine E-Mails checken.

Kannst du uns ein paar Einblicke geben, wie denn die ersten Wochen am Institut so waren?

RK: Glaub mir, die ersten Wochen deiner PhD-Reise am ISTA sind besonders wertvoll! Die Graduate School bietet vor Beginn des Semesters ein fantastisches Programm voller sozialer Aktivitäten und Veranstaltungen an, damit man sich mit dem Campus und seiner Gemeinschaft vertraut macht. In unsere Kohorte sind wir 66 Studierende. Der Austausch mit Forscher:innen mit unterschiedlichen Hintergründen ist besonders inspirierend.

Das klingt nach einer tollen Community hier am Campus. Lukas, inwiefern hat das interdisziplinäre Lernen, die ISTA-Community, die Professor:innen und die Forschungseinrichtungen zu deiner Forschung und persönlichen Entwicklung als PhD Student beigetragen?

LL: Durch die hochmodernen Einrichtungen des Instituts, der kollaborativen Atmosphäre und der Interdisziplinarität habe ich die Freiheit, meine Forschungsinteressen zu verfolgen und meinen Horizont zu erweitern, indem ich mich mit Bereichen befasse, in denen ich zuvor keine Erfahrung hatte. Da die Kohorte ein bunter Haufen an Studierende aller Fachrichtungen ist, findet man schnell neue Freunde, die sich zu Expert:innen für NMR-Spektroskopie, Epigenetik oder Pflanzenhormone entwickeln. So können die Gespräche bei Kaffeepausen besonders wertvoll sein.

Ein letzter Rat für zukünftige Bewerber:innen?

LL: Sei aufgeschlossen. Du denkst dir vielleicht, dass du schon viel weißt (was du bestimmt auch tust), aber sei dir auf jeden Fall bewusst, dass es noch viel mehr zu wissen gibt. Das ISTA ist ein Ort, an dem man sein Wissen mehr als an den meisten anderen Orten vertiefen kann und dabei auch noch Spaß hat!

RK: An alle zukünftigen Bewerber:innen: Bleibt offen, seid proaktiv und findet so viel wie möglich über die Forschung der Gruppen am ISTA heraus, an denen ihr interessiert seid.

PhD call 2024. Die Graduate School sucht hoch qualifizierte Kandidat:innen, die sich für eine PhD-Stelle am ISTA bewerben möchten. © Nadine Poncioni / ISTA

Wie sieht es bei dir aus? Ist das Feuer entfacht? Bist du bereit dein eigenes akademisches Abenteuer zu beginnen?




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